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Hamm - Der Name Dr. Jan-Robert von Renesse ist derzeit in vieler Munde. Der Richter am Landessozialgericht in Essen erhebt massive Vorwürfe gegen die NRW-Justiz im Umgang mit Holocaust-Überlebenden, wie am Dienstag landesweit zu lesen war. Gestern Abend hatte der 44-jährige Jurist jedoch einen angenehmeren Part. Im Beisein von gut 100 Mitgliedern wurde er zum neuen Vorsitzenden der Lebenshilfe Hamm gewählt. Bis 2008 war der Heessener bereits im Vorstand als Beisitzer aktiv gewesen. Als nun Henryk Storek aus beruflichen Gründen den Vorsitz der 411 Mitglieder starken Vereinigung abgeben wollte, stand er für die Kandidatur bereit. Gemeinsam mit Dr. Manfred Schultz, der das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden von Ilona Huppert übernahm – sie schied ebenfalls aus beruflichen Gründen – und dem langjährigen Kassenwart Gerhard Baumjohann führt er nun die Geschicke des Vereins, der immerhin 1009 Menschen mit Behinderung betreut. Veränderungen gab es auch im erweiterten Vorstand. Als Beisitzer wurden Wolfgang Müller und Johannes Westbrock neu gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Gerd Gurack, Reimund Stoepel und Anke Wortmann. Dass der Verein auf wirtschaftlich gesunden Füßen steht, betonte während der gut zweistündigen Versammlung nicht nur der Kassenwart Gerhard Baumjohann. Die Bilanzsumme von 18,6 Millionen Euro wurde leicht gesteigert, die Verbindlichkeiten um 300 000 Euro auf 5,6 Millionen Euro gesenkt. Mit 253 hauptberuflichen Mitarbeitern ist die Lebenshilfe zudem einer der größeren Arbeitgeber in Hamm. Auch der Tierpark als Lebenshilfe-Tochter schreibt schwarze Zahlen. Sowohl bei den Besuchereinnahmen als auch in der Gastronomie konnten Zugewinne in Höhe von mehreren 10 000 Euro präsentiert werden. Dass es gleichwohl allerhand zu tun gibt, verdeutlichte von Renesse im Anschluss an die Versammlung. Unter anderem müsse die Stelle des hauptamtlichen Geschäftsführers wieder besetzt werden.
Quelle: Westf. Anzeiger 16.11.2011
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