Geschichte

Die Geschichte der Lebenshilfe Hamm

Das alte evangelische Gemeindehaus in der Mark

1962 Das Gründungsjahr – wie alles begann

Viele Eltern behinderter Kinder stellten sich zu Beginn der 1960er Jahre die Frage: „Was wird aus meinem Kind, wenn ich nicht mehr für dieses sorgen kann? “

Diese Frage beschäftigte auch Dr. Johannes Kroker, der seine behinderte Tochter Gisela in guten Händen wissen wollte. So stieß die Idee des Lebenshilfe-Gründers Tom Mutters bei ihm auf fruchtbaren Boden, auch in Hamm gemeinsam mit betroffenen Eltern eine Lebenshilfe-Vereinigung zu gründen. Auf diese Elterninitiative hin wurde am 16.02.1962 die Ortsvereinigung Hamm gegründet, deren erster Vorsitzender Dr. Johannes Kroker wurde.

Werfen wir einen kleinen Blick zurück auf die bescheidenen Anfänge der Lebenshilfe Hamm und deren stetige positive Entwicklung:

Mädchen in der alten Anlernwerkstadt 1966
Sport stand 1966 täglich auf dem Stundenplan

1962

Der Ortsverein Lebenshilfe Hamm e. V. wird von einer Elterninitiative gegründet.

1964

Eröffnung eines Sonderkindergartens im evangelischen Gemeindehaus in der Mark, in dem zunächst 20 Kinder betreut werden.

1966

Ausbau des Sonderkindergartens sowie Einrichtung einer Anlernwerkstatt – dort werden 39 Mädchen und Jungen betreut und gefördert.

1968

Schenkung eines Grundstücks an der Grünstraße neben dem Tierpark durch den Brauereidirektor Friedrich-Wilhelm Pröpsting. Diese Schenkung war ein entscheidender Schritt für die Zukunft der Lebenshilfe Hamm, sie ermöglichte die Planung und den Bau einer bedürfnisgerechten und modernen Tagesbildungsstätte und machte so den Weg frei für eine weitere positive Entwicklung und Fortführung der Arbeit der Lebenshilfe.

Einweihung der Tagesbildungsstätte 1973
Gründungsvater Dr. Johannes Kroker

1973

Eröffnung der neugebauten Tagesbildungsstätte an der Grünstr aße 124 mit Kindergarten, Sonderschule, Anlernwerkstatt und Lehrschwimmbecken.

1977

Einweihung des neugebauten „Johannes-Kroker-Hauses“, ein Wohnheim mit 63 Betten an der Grünstraße 104.

1979

Eröffnung der neugebauten Werkstatt am Gallberger Weg 2 – Mit diesen 150 Plätzen beginnt in Hamm die Schaffung von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen. Durch kontinuierliche Erweiterung und den Bau neuer Werkstätten hat sich die Zahl bis heute auf rund 750 Plätze erhöht. Damit stellt die Lebenshilfe Hamm einen großen Wirtschaftsfaktor in der Stadt Hamm dar.

1980

Erwerb des Einfamilienhauses Richthofenstraße 17 und Umzug des Sonderkindergartens in diese Räume.

1981

Die Trägerschaft der Sonderschule für geistig Behinderte wird von der Stadt Hamm übernommen.

1985

Eröffnung einer Frühfördereinrichtung mit 30 Plätzen an der Grünstraße 104.

1986

Eröffnung einer weiteren Wohnstätte für 18 Bewohner am Langewanneweg 218.

Heinrich Brauckmann

1987

Heinrich Brauckmann, bisher 2. Schriftführer, übernimmt den Vorsitz der Lebenshilfe Hamm.

1988

Eröffnung einer Werkstatt für 30 psychisch behinderte Menschen mit dem Namen Lebenshilfe Industrie-Service (LIS) an der Grünstraße 124.

Umzug der Frühfördereinrichtung und des Sonderkindergartens zum heutigen Standort an der Grünstraße 124.

Eröffnung einer Außenwohngruppe mit sechs Plätzen in der Richthofenstraße 17.

1992

Erweiterung der Hauptwerkstatt für behinderte Menschen auf insgesamt 360 Plätze.

Gründungsvater der Lebenshilfe Hamm, Dr. Johannes Kroker, stirbt im 85. Lebensjahr.

Karl-Ernst Weiland

1993

Karl-Ernst Weiland, von 1979 bis 1981 bereits als Geschäftsführer der Hammer Ortsvereinigung der Lebenshilfe tätig, wird Vorstandsvorsitzender des Lebenshilfe Hamm e. V.

1996

Umzug des Lebenshilfe Industrie-Service zum Standort nach Hamm-Pelkum und Erweiterung auf 50 Plätze.

1997

Eröffnung des „Heinrich-Brauckmann-Hauses“ für 30 Bewohner an der Grünstraße 106.

2000

Eröffnung einer weiteren Betriebsstätte der Abteilung für psychisch behinderte Menschen an der Rastenburger Straße 3 und Schaffung von 50 weiteren Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung.

Der ehemalige Vorsitzende Heinrich Brauckmann verstirbt im 80. Lebensjahr.

2001

Abschluss einer Vereinbarung zwischen der Partnerstadt Bradford, der Stadt Hamm und der Lebenshilfe Hamm zur Kooperation im Bereich der Integrationsarbeit für behinderte Menschen

Neubau der Zweigwerkstatt an der Grünstr. 145 (Foto: Mroß / Wochenblatt)

2002

Erstmals werden zwei Menschen mit geistiger Behinderung in die Vorstandsarbeit des Lebenshilfe Hamm e. V. mit eingebunden.

Eröffnung einer weiteren Wohnstätte an der Werler Straße 147. Unter dem Motto „Integration und Verselbstständigung“ werden 18 Einzelzimmer bezogen.

40-Jähriges Jubiläum der Lebenshilfe Hamm

Neubau einer Lagerhalle mit 480 m 2 Lagerfläche auf dem Gelände der Hauptwerkstatt am Gallberger Weg 2

2004

Neubau und Eröffnung einer Zweigwerkstatt an der Grünstraße 145 – Schaffung von weiteren 120 Arbeitsplätzen für Menschen mit geistiger Behinderung

2005

Übernahme des vor der Insolvenz stehenden Tierpark Hamm e. V. durch den Lebenshilfe Hamm e. V., auf Initiative des Vorsitzenden Karl-Ernst Weiland.

Henryk Storek

2006

Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft WuU gGmbH (Wohnen u. Unterstützen) zum ambulant unterstützten Wohnen.

Aufgabe des Standortes Lebenshilfe Industrie-Service an der Kamener Straße.

Henryk Storek tritt als erster Vorsitzender die Nachfolge von Karl-Ernst Weiland an.

2007

Erweiterung des Lebenshilfe Industrie-Services an der Rastenburger Straße 3 auf 136 Plätze.

Jubiläum 30 Jahre Wohnstätte Johannes-Kroker-Haus und 10 Jahre Wohnstätte Heinrich-Brauckmann-Haus.

2008

20-jähriges Betriebsjubiläum „Lebenshilfe Industrie-Service“ Erste Eröffnung des Lebenshilfe-Centers

2009

75 Jahre Tierpark Hamm

2011

Dr. Jan-Robert von Renesse wird zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Das Heilpädagogische Zentrum öffnet sich der Inklusion durch die Einrichtung einer Regelgruppe in der Kita „Am Tierpark“.

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